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Augusta Raurica, Augst


Plat dargent (détail)
Plat d'argent (détail)

L'église paléochrétienne de Kaiseraugst

15.04.2009 - 12.2014

Alle sind sich einig: Die Mauerreste im kleinen Schutzbau unterhalb der bestehenden Kirche St. Gallus in Kaiseraugst gehören zu einer der frühesten christlichen Anlagen der Nordwestschweiz.

Der in den 1960er-Jahren ausgegrabene Komplex wurde zunächst für die Amtskirche des (in Schriftquellen für die Jahre um 340 n. Chr. bezeugten) Bischofs Justinian gehalten, doch konnte diese Interpretation durch das neuste Forschungsprojekt von Guido Faccani widerlegt werden: Die Kirche scheint erst im späteren 4. Jahrhundert erbaut worden zu sein und das vermeintliche Taufbecken hatte keine liturgische Funktion, gehörte also nicht zu einem Baptisterium, sondern war eher Teil der Badeanlage der bischöflichen Residenz. Die neuen Erkenntnisse mindern die Bedeutung der Fundstätte jedoch in keiner Weise.

Im Vordergrund der Ausstellung "Frühe Christen" im Schutzhaus stehen einige christliche Grabsteine aus dem Kastellfriedhof sowie mit christlichen Symbolen geschmückte Gegenstände des 4. bis 7. Jahrhunderts. Die Mauerreste im Schutzhaus bilden dabei - faktisch und im übertragenen Sinne - den Rahmen der Präsentation: am einen Ende die Kastellmauer, Symbol römischer Macht, am anderen Ende die Mauer der ersten Kirche, Zeichen des Aufstiegs des Christentums.

Besuchen Sie die frühe Kirche in Kaiseraugst und lassen Sie sich in die Zeit nach den Römern versetzen. In jene Jahrhunderte, in welchen die römischen, germanischen und christlichen Wurzeln zu unserer europäischen Gesellschaft zusammenwuchsen.