Nach Perlen getaucht

Von der kleinsten Tonscherbe bis zum Dinosaurierskelett: Die Sammlungen der Museen Basel enthalten Millionen von Objekten. Inmitten dieser Vielfalt gibt es zahlreiche verborgene Schätze, von denen Sie hier eine kleine Auswahl entdecken können.

Historisches Museum Basel

Der «Werthemannsche Hirsch» ist ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst – und zugleich ein Trinkspiel. Bei Feierlichkeiten füllte man Wein in den hohlen Körper der Figuren. Zur Belustigung der Gäste rollte der Hirsch durch ein Räderwerk angetrieben in unvorhersehbaren Bahnen über den Tisch. Das Gästepaar, vor dem der Pokal stehen blieb, musste ihn austrinken. Man trank gleichzeitig aus dem Hirsch und dem Hund, die – beide – abnehmbare Köpfe hatten.

 

Di-So: 10-17 Uhr

 

Mehr Informationen: Historisches Museum Basel

Hafenmuseum Basel

Der einzige Hochsee-Schiffsführungssimulator der Schweiz steht im Basler Hafenmuseum und lädt zu einer virtuellen Fahrt durch die grossen Häfen der Welt ein: Besucher*innen können zwischen Antwerpen und Hongkong bei Wind und Wetter Schiffstypen aller Art durch Schleusen, Hafenbecken und das offene Meer manövrieren. Unter Anleitung von Instruktoren erleben Sie hier, wie Schiffsoffiziere ausgebildet werden.  

 

Di-So: 10-17 Uhr

 

Mehr Details: Hafenmuseum Basel

 

 

 

 

Naturhistorisches Museum Basel

Die Mineralienausstellung im Naturhistorischen Museum Basel beherbergt ein prachtvolles Exemplar: den Grimselkristall. Dieser stammt aus einem Kristallfund bei der Baustelle an der Grimselstaumauer. Als Mitaktionärin der Kraftwerke Oberhasli im Berner Oberland erhielten die Industriellen Werke Basel (IWB) nach dem Fund des Kristalls eine Kristallstufe. Die IWB haben im Herbst 2024 diese funkelnde Schönheit dem Museum geschenkt, das den Kristall ausstellt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

 

Di–So: 10-17 Uhr
 

Weitere Informationen: Naturhistorisches Museum Basel

 

 

 

 

Museum für Musikautomaten

Der Schweizer Uhrmacher Charles Abraham Bruguier (1788-1862) stellte um 1850 einen ganz besonderen Vogelkäfig her. Nicht nur, dass er aus Gold ist und prachtvolle Gravuren und Emailleverzierungen aufweist: Er wird bis heute von zwei mechanischen Vögeln bewohnt, die Kopf, Schwanz, Flügel und Schnabel bewegen, sich drehen und von Stange zu Stange springen – und singen. Die sehr seltene Bauart steuert die Vögel mit kleinen Ketten und über Rollen. Der Ton wird mit einer Pfeife erzeugt, und zwar so, dass die Schnabelbewegungen mit dem Ton synchron sind.

 

Di-So: 11-18 Uhr

 

Mehr dazu: Museum für Musikautomaten

 

 

 

 

Museum Tinguely

«La Jalousie I» besteht aus auf Fäden aufgereihten Bambusstücken. Ein Motor setzt den Vorhang in Bewegung: Je nach Tempo schwingt er fröhlich hin und her oder tanzt wild. Während Jean Tinguely (1925-1991) das Material für seine Werke Anfang der 1960er-Jahre meist im Rohzustand übernahm, bemalte er «La Jalousie I» schwarz. Dadurch verstärkt sich der Kontrast zwischen Wand und Vorhang – die rhythmische Bewegung rückt in den Mittelpunkt.

 

Di-So: 11-18 Uhr

 

Weitere Details: Museum Tinguely